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Freizeitbad in Film und Fotos
Bleibender Eindruck: Technik-Tour durchs Freizeitbad in Film und Fotos festgehalten
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Das ist nur der Filter für den Whirlpool, erklärt Fachangestellter Jörg Greb. Und hinter der Wand ist der Thermo-Behälter, in dem nachts das Wasser vom Außenbecken warm gehalten wird.

Die erste Technik-Tour durchs Freizeitbad „Panoramablick“ in diesem Jahr hat nicht nur mehr als 40 Teilnehmer begeistert, sondern auch durch ihr Presse-Echo bleibende Information entfaltet: Beide Tageszeitungen berichteten umfassend und im Internet-Angebot www.mittenhessen.de ist neben einer Fotostrecke sogar ein Video-Film zu sehen.
Die Fachangestellten Jörg Greb und Ralf Peter führten die Gäste durch die „Unterwelt“ des Hallenbades. Im Keller brummen rund 50 Pumpen und Aggregate, große Filter reinigen das Wasser der verschiedenen Becken. „Ist wie zuhause beim Aquarium – nur größer und aufwändiger“, sagte Zweckverbands-Vorsteher Götz Konrad. Noch nie war eine Gruppe für den Rundgang „hinter den Kulissen“ so groß, und die Interessenten kamen teils von weit her, um diese besondere Führung zu erleben. „Da macht man sich ja keine Vorstellung, wenn man oben im Wasser planscht“, entfuhr es so manchem.
Rund 20.000 Kubikmeter Frischwasser braucht das Freizeitbad im Jahr. Das ist so viel wie Eschenburgs kleinster Ortsteil Roth benötigt. Jeder der rund 80.000 Besucher bringt „Dreck“ mit ins Wasser, wenn auch mikroskopisch klein. Damit Keime keine Chance haben, wird das Wasser aus der Leitung mit Chlorgas versetzt. Was an winzigen Teilchen im Wasser landet, wird in großen Filtern im Keller gereinigt. Damit auch die mikroskopischen Verunreinigungen erfasst werden, wird im Aufbereitungs-Kreislauf Flockungsmittel hinzugegeben. Um den pH-Wert auszubalancieren, werden gezielt über Dosierungspumpen saure und alkalische Laugen beigemengt. Mit der Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie mittels Schöpfproben und Analysen per Hand überwachen die Schwimmmeister mehrmals täglich die Werte. Vor allem das Chlor und der pH-Wert müssen stimmen. Zudem muss die so genannte Redox-Spannung auf optimalen Parametern gehalten werden, damit die Reinigungsleistung stimmt. Die strengen DIN-Vorschriften überwachen zudem häufige Proben des Untersuchungsamtes in Dillenburg.
Dir rund 50 Pumpen und Aggregate schleusen nicht nur das Wasser von den Becken in die Aufbereitung, sondern sie treiben auch die Attraktionen an – vom Clown in der Baby-Badelandschaft über die Massagedüsen und Nackenduschen bis hin zum Strömungskanal, der im Außenbecken allein mit 23 kW eine Leistung hat wie die Flutlichtanlage des Holderbergstadions. Und weil ein Großverbraucher wie das Bad beim Strom nach den Spitzen berechnet wird, sind diese Attraktionen in einem ausgeklügelten System auf Automatik geschaltet.
Blaues BHKW liefert Strom und Wärme
Strom und Wärme produziert im Freizeitbad „Panoramablick“ ein Blockheizkraftwerk – und das seit 1996. Der neue Motor mit seinen 50 kW Leistung ist von der Marke Buderus. „Deshalb fühlt er sich in Eibelshausen auch so wohl“, schmunzelte Bürgermeister Konrad. Der Vorgänger hatte über 220.000 Betriebsstunden lang treue Dienste geleistet. Wegen der vielen Energiespar-Maßnahmen der jüngsten Jahre, konnte die Leistung um mehr als die Hälfte verringert werden.
Dennoch braucht das BHKW rund 2,3 Millionen Kilowattstunden Gas. Derzeit bezieht das Schwimmbad sein Gas von der DB Energie. Bei solchen Mengen sei eine Abfrage unter den verschiedenen Angeboten ungemein wichtig, um einen möglichst wirtschaftlichen Betrieb zu sichern, erläuterte Konrad. Bei der Gemeinde Eschenburg habe ein Wechsel nach Preisabfrage zum Beispiel Rathaus, Gemeinschaftshäuser und Kindergärten zu einem guten Vertrag mit den Stadtwerken Haiger gebracht. „Gut, dass wir verglichen haben“, so Konrad.
Nicht nur beim „blauen Wunder“, wie das BHKW liebevoll genannt wird, ist das Schwimmbad sparsam. Bei der Umrüstung von Heizöl auf Gas hatte die eigene Mannschaft vor Jahren bereits gute Ideen zur Einsparung eingebracht: Der 50.000 Liter fassende Heizöltank unterm Schwimmerbecken wurde zum riesigen Wärmetauscher umfunktioniert. Das so genannte Schwallwasser, das über den Beckenrand in die Rinne abläuft, wird dort gesammelt und erwärmt das Frischwasser, das zur Nachspeisung in Rohren durch das unterirdische Bassin geführt wird, vorab um mehrere Grad. Und danach wird das verbrauchte Wasser erst noch für die Spülung der Toiletten verwendet, ehe es in den Kanal geht.
Gutes Gewissen beim Außenbecken
Gleichsam schlau ist die Lösung, die ebenfalls die eigenen Fachleute für das Außenbecken Anfang der 90er Jahre gefunden hatten: Das Wasser wird abends in einen unterirdischen Behälter abgelassen und verliert in dieser großen „Thermoskanne“ bis zum nächsten Morgen lediglich ein Grad Temperatur. Die Kosten fürs Nachheizen der Wärmeverluste belaufen sich lediglich auf 60 Euro pro Tag, haben Berechnungen vor Jahren ergeben. „Dadurch können wir uns selbst bei knackigem Frost diese Ganzjahres-Attraktion ruhigen Gewissens leisten“, erklärte Konrad.
Infos: Der Bericht und das Video sind auf www.mittelhessen.de zu finden, wenn man Eschenburg nachschlägt. Weitere Informationen gibt es im Internet auch unter www.freizeitbad-panoramablick.de sowie unter www.facebook.com/panoramablick im sozialen Netzwerk.

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Blaues Wunder: Verbandsvorsteher Götz Konrad zeigt das neue Blockheizkraftwerk, mit dem im Freizeitbad in über 8000 Stunden jährlich Strom und Wärme erzeugt wird. (Fotos: Detlef Krentscher )

 
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