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EEG-Novelle bedroht die Energiewende vor Ort

Energie-GmbH in Hessenfernsehen und Landtag: "De facto" berichtet am 8. Mai, wie das neue Gesetz das Ende der Energiewende bringen kann.

 

ldb_energie_gmbh_logo.jpg „Energiewende auf Abwegen – Pläne der Bundesregierung bedrohen hessische Windparkprojekte“ berichtet das Hessenfernsehen bereits am Sonntagabend um 18 Uhr in der Sendung „De facto“ . Am Montag erklären Vertreter aus dem Lahn-Dill-Bergland in der Landespressekonferenz in Wiesbaden, warum die geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) „ein Ende der Wende“ bringen kann. Mit einem „Offenen Brief“, den bislang hochrangige 23 Vertreter aus dem Lahn-Dill-Bergland unterzeichnet haben, möchten Bürgermeister Berndt Otto Happel und Geschäftsführer Thomas Reuter für die 2014 gegründete gemeinsame Energie-GmbH Volker Bouffier bitten, bei der Sonderkonferenz der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 12. Mai die Haltung des Bundesrates und die vielfach vorgetragene Forderung der Länder zu vertreten. Bis auf den Bund sind sich eigentlich alle einig, dass durch die Änderungen im EEG, wie sie im Referentenentwurf stehen, Kommunen, Energiegenossenschaften, Bürgergesellschaften, kleine und mittlere Projektierer, selbst kleine und mittlere Stadtwerke werden keine Chance mehr haben, sich gegen große und internationale Energiekonzerne zu behaupten.
Was damit auf dem Spiel steht, zeigt der Filmbeitrag der Sendung „De facto“, der nicht nur in Bürgermeister-Büros und im Windpark Lahn-Dill-Bergland Mitte gedreht worden ist, sondern auch in der Therme. Solche Einrichtungen wie Schwimmbäder können sich Kommunen nicht mehr leisten, wenn ihnen die wirtschaftliche Betätigung unmöglich gemacht wird.
Und auch für die Beteiligung der Bürger wäre ein neues EEG von Nachteil: Für die März endlich gegründete Lahn-Dill-Bergland Energiegenossenschaft soll der bereits gebaute Windpark „Hemmrain“ bei Manderbach das Projekt sein. Damit sollen bald auch Bewohner der Region Anteile erwerben können. Weitere Projekte, die derzeit behutsam vorbereitet und gemeinsam entwickelt werden, wären aber bei einem „Dumpingpreis-Diktat“ der EEG-Novelle unmöglich, meinen die Energie-Experten aus dem Naturpark.


Stichwort: Lahn-Dill-Bergland Energie GmbH und Energiegenossenschaft


Um gemeinsam Energie für die Region zu erzeugen, eine koordinierte Standortplanung zu betreiben und interkommunal viele  Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen, haben im Januar 2014 zwölf Gemeinden und Städte im Naturpark die Lahn-Dill-Bergland Energie GmbH gegründet. Neben den Stadtwerken Herborn und den Eigenbetrieben „Kur-Tourismus-Energie“ (Bad Endbach) und „Erholungsregion Aartalsee“ (Bischoffen) sind die Kommunen Angelburg, Dautphetal, Dillenburg, Eschenburg, Ehringshausen, Hohenahr, Mittenaar, Siegbach und Sinn daran beteiligt. Dazu kommen als Partner die EAM Natur GmbH (Dillenburg), die Hermann Hofmann Erneuerbare Energien GmbH (Solms) und die Zentrale Pfarreivermögensverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (Darmstadt). Erst im vergangenen März konnte eine Lahn-Dill-Bergland Energiegenossenschaft gegründet werden, die nun mit einem kleinen Windpark „Hemmrain“ bei Dillenburg ein erstes Projekt betreiben kann. Lange Vorarbeiten waren nötig, weil die Vorgaben für Energiegenossenschaften sehr starr sind und Vorhaben sehr konkret benannt sein müssen. Für die Initiatoren der Lahn-Dill-Bergland Energie GmbH indes war die Genossenschaft seit 2011 als Basis breiter Beteiligungsmöglichkeiten und Träger regionaler Wertschöpfung gedacht. Für den Naturpark Lahn-Dill-Bergland ist seit fast zehn Jahren das Leitziel „20 + 20 in 2020“ benannt worden.

Info: Über die kommunale GmbH und ihre ersten Projekte sind mehr Informationen unter www.ldb-energie.de im Internet zu finden. Die Adresse www.lahn-dill-bergland.de gibt weitere Auskünfte über Region und Naturpark.

 
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